Senior Software-Entwickler, netzkern Technology Evangelist

Warum bloggen?


Aufgabe 1 erfolgreich gemeistert. Ihr habt angefangen diesen Text zu lesen ;-). Und worauf ich damit hinaus will, dazu komme ich jetzt gleich… doch zuerst: 

 

Warum blogge ich? 

Vorweg einmal die Frage an mich selbst: „Warum blogge ich?“. Bei netzkern selbst könnte die Antwort recht einfach ausfallen: „Für Steaks“ zum Beispiel, denn als Belohnung für die persönliche Zeit und die Bemühung möglichst viel aus einem Thema herauszuholen, gibt es für unsere fleißigen Blogger ab und an einen Abend in einem leckeren Restaurant. 

Aber das kann ja nicht alles gewesen sein – oder doch? Nein natürlich nicht. Ich schreibe einfach gerne Texte. Ich versuche die besten Formulierungen zu finden, so dass ich beim Probelesen denke „Ja – dieser Text wird denjenigen gefallen, die ich ansprechen möchte.“ 

(Abblidung 1)
By Enoc vt (File:Botón Me gusta.svg) [Public domain], via Wikimedia Commons 


Zielgruppe 

Meine Zielgruppe variiert dabei. Mal sind es die Programmierer, wenn ich einen technischen Text schreibe, auf den ich sehr stolz bin. Manchmal versuche ich Texte explizit nicht-technisch zu schreiben, damit ihn auch nicht-Nerds gerne lesen. Und manchmal versuche ich mir einfach eine ganz unterschiedliche Gruppe aus Menschen vorzustellen:

  • „Freunde“: Die loben mich, wenn ich einen Text geschrieben haben – meistens auch wenn er gar nicht so toll war, aber gerade diese Menschen möchte ich ja nicht enttäuschen. 
  • „Bekannte“: Gerne auch kritische Stimmen, die mich damit aufziehen wollen, wenn mal etwas nicht so rund war. Mal gebe ich ihnen Vorlagen dazu, damit sie über etwas diskutieren / ein anderes Mal möchte ich ihnen aber direkt den Wind aus den Segeln nehmen, weil mir z.B. ein Thema zu wichtig ist.
  • Für absichtlich negativ eingestellte Leute schreibe ich keine Texte, aber überprüfe sie natürlich auf Angreifbarkeit und Zweideutigkeitspotential. 

(Abbilung 2) 


Zurück zum Ursprung 

Aber eigentlich war ja die Frage noch nicht ganz geklärt, warum ich denn nun blogge. Wenn ich nur gerne Texte schreibe, kann ich das doch auch im stillen Kämmerlein tun. Doch müsste ich denn meinen Text überhaupt zu Papier (oder zu Word in meinem Fall) bringen, wenn ich niemanden daran teilhaben lassen möchte? Vielleicht … vielleicht hilft es mir einfach mal mich auf ein Thema zu konzentrieren. Vielleicht hilft diese Konzentration mir sogar etwas Ruhe zu finden. In meinem Kopf sind ständig so viele Themen gleichzeitig unterwegs, dass ich evtl. mal das ein oder andere übersehe. Da hilft es den Text einfach mal zu formulieren, und evtl. später noch mal einen Blick darauf zu werfen. Wenn ich aber nicht vorhabe, meinen Text zu veröffentlichen – muss ich ihn dann überhaupt ausformulieren? Vielleicht würden Stichworte auch schon diesen Zweck erfüllen. Und das spart ja Zeit – man hat das Thema schneller abgehakt. Genau wegen solcher Überlegungen sollte man den Text immer für Dritte schreiben. Man zwingt sich so dem Text den letzten Feinschliff zu verpassen – nochmal über Formulierungen nachzudenken und ggf. nach einem besseren Wort an einer kritischen Stelle zu suchen. 


(Abbildung 3)


Warum solltet ihr bloggen? 

Schlagworte und Content! Jetzt kommen wir dem Kern dieses Posts hier näher. Nach meiner persönlichen Meinung muss man ja auch irgendwie etwas Sinnvolles hieraus ziehen können, oder? Content! Content ist das magische Wort. Wenn ihr über sinnvolle Themen schreibt, dann generiert ihr nicht nur Text, den hoffentlich jemand lesen mag, sondern auch noch jede Menge Schlüsselworte für die Suchmaschinen. Nehmen wir an, dass ich hier jetzt erklärt hätte, warum ich total begeistert von den neuen ItemBuckets in Sitecore bin. Ich hätte geschrieben, dass diese das Ganze wesentlich schneller machen und dabei auch noch meiner Mentalität, alles auf einen Haufen zu werfen, entsprechen. Und jemand anderes schreibt mir eine Übersichtsliste, in der ich nachschauen kann, wo die Sachen gelandet sind. Außerdem würde mir dieser kurze Satz direkt auch noch zwei Schlagworte liefern, die ich verlinken und meinen Content damit attraktiver machen könnte. 

Aber Schlagworte alleine reichen natürlich nicht aus. Was brächte es schon, wenn man sich den tollsten Text aus den Fingern saugen würde und der Besucher doch gelangweilt nach ein paar Sätzen die Seite wieder verlassen würde. Es ist, wie so oft, die richtige Mischung, die die Entscheidung bringt. Schreibt was euch auf dem Herzen liegt, garniert es mit einer eigenen Meinung, erzählt, wenn ihr etwas tolles herausgefunden habt und teilt es mit allen, damit sie an eurer Freude teilhaben können. 

Und genau hier kommen wir zu dem Punkt, wo ihr eure Bekannten oder auch potentielle Kunden erreicht, denn interessante Nachrichten sprechen sich immer schnell herum. Je besser ein Post ist, desto öfter wird er geteilt, ohne dass ihr aktiv etwas dafür unternehmen müsst (mein Share-Link ist übrigens unten ;-D). Gebt eure Meinung zum Besten und erntet Anerkennung von den Leuten, die mit euch übereinstimmen. Zeigt, dass ihr euch für neue Techniken interessiert und werdet zum geschätzten Berater bei Fragen. Oder startet Diskussionen, denn wenn ihr euren Besuchern erlaubt am Inhalt teilzuhaben und aktiv mitzugestalten, erhöht ihr die Wahrscheinlichkeit, dass sie wiederkommen oder anderen davon erzählen. 


Grafik 

Ist euch übrigens Abbildung 2 aufgefallen? Die habe ich gar nicht erwähnt hier!? Nunja … Ich sage nur „Wall of text“. Die meisten Besucher eurer Seite werden visuell orientiert sein. Die wenigsten Menschen werden sich mit einem Monitor voller Text auseinandersetzen, wenn sie nicht durch optische Highlights gelockt werden. So etwas kann man auf einer News-Seite machen – aber nicht in eurem Blog. Lockert das Ganze mit Bildern auf (bitte keine Katzenbilder, sondern etwas, was zum Content gehört … oder kombiniert zumindest euren Inhalt mit den Katzen ;-D) – sprecht die Leute visuell an und macht ihnen Lust euren Text zu lesen … naja – vielleicht sollte ich meine händischen Zeichnungen nochmal von einem Grafiker überarbeiten lassen – aber der Wille zählt, oder? 


Und wenn ich als Entwickler euch mit meinem Text schon dazu gebracht habe bis hierher zu lesen… was glaubt ihr, was dann unsere Online-Marketing Jungs für euch tun können ;-) ?

Kommentare
1

Henry Zeitler

Schöner Text! Und richtig: Bloggt nicht für Likes, Shares, Plusse und die Weltherrschaft sondern erstmal für euch selbst. Allein das intensive Auseinandersetzen mit einem Thema, der Sprache und Ausformulierung bringen einen schon weiter.
Und ähhh, dann war da noch die Sache mit dem Steak... ;)

am 05.09.2014

2

TomKern

Wow Mattes! I like your Style. Cooler Beitrag. Henry, wir nehmen auch Gastbeiträge ;-)

am 05.09.2014

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