Linda Plantenga
Junior Online Marketing Manager

DMEXCO Digital Strategy Vortrag


Die DMEXCO verpasst? Schade! Aber immerhin den Vortrag unserer Linda zum Thema Content Marketing kannst du jetzt auch Online nachholen, entweder im Video oder als Transkript.

Was ist mein Ziel?

Als erstes müssen Sie sich überlegen, welches Ziel Sie mit einer digitalen Marketinstrategie verfolgen. Das kann zum Beispiel eine Steigerung der Visibility sein oder doch eher die Generierung von Brand Awareness oder Conversions.

Wenn Sie sich also über Ihre Ziele klar werden wollen dann sind vorallem Strategien wie PESTLE und SWOT besonders hilfreich. Mit Hilfe der PESTLE Analyse können Sie nämlich eine Umweltanalyse erstellen und so ausmachen, welche äußeren Einflüsse Ihr Unternehmen und Ihre geplante Kampagne wie beeinflussen.

Die SWOT Analyse ist da schon eher bekannter. Sie dient dazu die Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Risiken gegenüber zu stellen. Dadurch haben Sie dann die Möglichkeit verschiedene Marketing Strategien zu entwickeln die Ihnen helfen die Stärken und Chancen zu nutzen und sich über die Risiken und Schwächen hinwegzusetzen.

Gleichzeitig können Sie anhand Ihrer Ziele auch die KPIs definieren die Ihnen später dabei helfen sollen den Erfolg Ihrer digitalen Strategie auszuwerten. Auch hier habe ich noch ein paar Beispiele für Sie: Besonders beliebte KPIs sind die Conversion-Rate oder auch die Click-Through-Rate. Aber auch die Gegenüberstellung von First- und Second-Visit kann sehr nützlich sein.

Was ist mein Ziel?

Als nächstes müssen Sie sich überlegen wer Ihre Zielgruppe ist. Wen wollen Sie ansprechen? Wer hat Interesse an den von Ihnen angebotenen Produkten, Dienstleistungen oder Ihrem Unternehmen im allgemeinen. Klar ist, alle Menschen sind verschieden und daher ist es auch schwierig eine feste Zielgruppe zu definieren. Aber es ist eigentlich immer möglich bestimmte Merkmale auszumachen die besonders häufig bei Ihren Kunden vorkommen. Dabei kann es sich um Geschlecht, Alter, Berufsstand, Einkommen und die Interessen handeln. Mit Hilfe dieser Merkmale können Sie dann eine handvoll von Personas erstellen die Ihre gesamte Zielgruppe repräsentieren sollen.

Wo aktiv werden?

Wie schon gesagt, Menschen sind unterschiedlich und daher verhalten sie sich natürlich auch unterschiedlich. Daher halten sich die Leute auf unterschiedlichen Kanälen auf. Das kann über Suchmaschinen sein, über Social Media Kanäle wie Facebook oder über Youtube, das müssen Sie vorher noch definieren, wie Sie auf welchem Kanal diese Zielgruppe am besten ansprechen können. Damit sind wir auch bei dem Markt. Mit eins der wichtigsten Themen hierbei: Der Markt wird immer größer, die Konkurrenz auch immer stärker, immer mehr. Da müssen Sie eben genau überlegen, wo Sie sich positionieren wollen.

Wie gesagt: Sie haben Ihre Zielgruppe; überlegen Sie sich, wo Sie sie ansprechen möchten. Dazu müssen Sie überlegen, welchen Channel Sie nutzen. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten: Über Social Media, über Suchmaschinen, über Blogs, über Rezensionsseiten … daher müssen Sie sich auch im Klaren darüber sein, wo sich Ihre Zielgruppe am ehesten aufhält und für Ihre Message empfänglich ist.

Diversifikation zur Sicherheit

Früher war es so: Die Leute haben sich auf einen oder zwei Channels konzentriert und haben dadurch ihren ganzen Traffic auf die Seite geholt. Das Problem ist: Wenn einmal einer dieser Channels wegfallen sollte, weil es irgendwelche Probleme gibt, ist ihr Traffic quasi weg. Daher ist es immer ratsam, dass Sie mehrere Channels verwenden, um so den Traffic zu stabilisieren.

Traffic share früher und jetzt - Diversifikation 

Wenn hier der organische Traffic wegfällt, haben sie immer noch über die Hälfte des Traffics zur Verfügung. Das heißt, Sie fallen nicht in ein Loch, sollte einmal irgendeiner dieser Channels wegbrechen.

Timing

Der nächste Punkt ist das Timing. Sie sollten sich da immer auf gewisse Trends mitkonzentrieren und die in Ihre Planung einfließen lassen – seien es nur die Jahreszeiten. Es kann aber auch relevant sein, verschiedene Events und auch Messen, Feiertage, Ferien zu beachten. Das sind alles Ereignisse, die Sie mit einplanen sollten. Des Weiteren natürlich die Trends nutzen: Ich denke wir haben es alle mitbekommen: Pokémon ist just aus dem Boden geschossen.

Porn, iPhone und Pokemon Go - Google Trends 

Hier mal als kleiner Vergleich: Porn und iPhone sind eigentlich die Suchbegriffe, die das höchste Interesse in den Google-Suchmaschinen haben. Als Pokémon gestartet ist, ist das Ganze aber aus dem Boden geschossen und an diesen Begrifflichkeiten vorbeigezogen. Das wäre zum Beispiel ein guter Trend für Hersteller von Power Banks, von tragbaren Ladegeräten. Das ist ein Trend den man auf jeden Fall nutzen kann. Daher sollten Sie immer darauf achten: Was passiert gerade und wo kann ich vielleicht mit meinem Unternehmen, meinem Produkt oder meiner Dienstleistung mit einsteigen?

Der passende Content

Der nächste Punkt ist der Content. Sie müssen sich natürlich jetzt überlegen, was für Content Sie eigentlich verbreiten wollen: Was für Inhalte sollen das sein? Welche Formate sollen das sein? Ein paar Beispiele: Es können Games sein, Blogs, Videos, vielleicht Rezensionen, Surveys, Guidebooks.

Man sagt immer: Je mehr Sie davon nutzen, umso besser, weil Sie dadurch einfach mehr Vielfältigkeit bieten für Ihre Nutzer. Und nach wie vor heißt es natürlich: Content ist King! – vielleicht mehr denn je mittlerweile: Denn der Markt wird immer stärker und die Leute müssen immer intensiver angesprochen werden und wollen einen Mehrwert ziehen aus dem, was Sie ihnen bieten.

Eine kleine Definition zum Thema Content Marketing, die, wie ich finde, das Ganze recht treffend beschreibt:

Content Marketing ist eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten die Zielgruppe ansprechen und vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot oder einer eigenen Marke überzeugen soll.

Wenn Sie das schaffen, dass Sie so ein Content Marketing betreiben … im besten Falle schaffen Sie, den Effekt von word of mouth auf Ihr Unternehmen zu ziehen. Das bedeutet, Sie machen so guten Content, dass die Nutzer diesen freiwillig teilen und an Ihre Freunde weiterverbreiten. Im Grunde wird Ihnen damit sehr viel Arbeit abgenommen, denn am Ende haben Sie den Content nach vorne gebracht. Die Leute sind so begeistert davon, dass sie ihn selber weiterverbreiten und Sie für das Seeding keine weitere Verantwortung mehr haben, so dass es quasi ein Selbstläufer wird.

Was braucht es  dazu?

Was braucht es dazu? Zunächst einmal eine Idee, viel Herzblut und Manpower. Content Marketing ist immer viel Aufwand, aber er lohnt sich wenn Sie es richtig machen. Ein Beispiel hierfür – eine gute Kampagne, die wirklich gelungen ist: Ich denke das Bild sagt schon viel; ich denke Sie wissen alle, worum es geht: Das war der Stratosphärensprung von Felix Baumgartner.

Sie sehen hier Felix Baumgartner, den kennen die meisten von Ihnen. Interessanterweise: Nur wenige kennen den Herrn daneben. Kennt jemand von Ihnen diesen Herrn? (Schweigen) Das ist Alan Eustace – er ist sowohl Senior Vice President von Google gewesen als auch derjenige, der den Sprung, den Weltrekord von Felix Baumgartner noch einmal überboten hat. Dass ganze nur zwei Jahre nachdem Felix Baumgartner diesen Sprung durchgeführt hat – und ich finde nicht ganz unerheblich: Felix Baumgartner 36402 Meter; Alan Eustace 41420 Meter. Das hat aber keiner mitbekommen. Wenn wir nachschauen: Bei Felix Baumgartner hatten wir ca. 1.5 Mio Ergebnisse bei Google;  bei Alan Eustace waren es gerade einmal 0,5 Mio. Es ist halt alles eine Frage des Marketings.

Erfolg messen

Zu guter Letzt: Sie sollten Ihren Erfolg immer messbar machen. Sie müssen am Ende feststellen können, was zu einem Erfolg und was zu einem Misserfolg geführt hat, damit Sie daraus lernen und Ihre nächsten Kampagnen dementsprechend anpassen können.

Zusammenfassung

Wenn wir diesen ganzen Prozess noch einmal zusammenfassen:

Zunächst geht es darum, dass Sie Ihre Ziele definieren, eine gute Idee haben, Ihre Zielgruppe definieren und sich dann an die Produktion machen. Dann müssen Sie sich überlegen, wo Sie diesen Content verbreiten, das Seeding; und zu guter Letzt die Kontrolle: Hat das Ganze funktioniert, was hat nicht funktioniert, was kann ich beim nächsten Mal besser machen.

Wozu das Ganze?

Wozu sollen wir das Ganze eigentlich machen. Erfolgreiche Kampagnen führen natürlich zu zufriedenen Kunden!

Eine Sache, die ich Ihnen noch mitgeben möchte:

B2B steht nicht für Boring to Boring!

Auch wenn Sie im B2B-Bereich unterwegs sind, dürfen Sie sich gerne etwas Ausgefallenes überlegen, mal etwas anderes machen und die Leute damit überraschen. Dazu würde ich Ihnen gern noch ein schönes Beispiel zeigen, das Volvo vor einigen Jahren durchgeführt hat. Das war eine Kampagne mit Jean-Claude Van Damme mit der sie ihren intelligenten Fahrspur-Assistenten vorgestellt haben. Wie ich finde: eine Super Sache. Ich zeige Ihnen diesen Clip und bedanke mich bereits für Ihre Aufmerksamkeit ganz herzlich.

Kommentare
1

Linda Plantenga

Vielen Dank für das Lesen dieses Beitrags zum Thema Digitalstrategie. Uns interessieren Ihre Wünsche und Probleme bei dieser Thematik. Welche Erfahrungen haben Sie bereits bei der Entwicklung einer digitalen Strategie gemacht? Wo entstanden die größten Schwierigkeiten?

am 12.10.2016

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