Nico Zorn
Online Marketing Manager

Google Account erstellen: Eigene Adresse oder @gmail?


Analytics, Documents, Webmaster Tools (bzw. SearchConsole) – einen Shopzugang hätte ich auch ganz gerne; dazu noch My Business? Das sind ja wieder ein halbes Dutzend neuer Passwörter!? Stimmt gar nicht, denn es gilt: Einmal anmelden. Alle Google-Produkte nutzen.

Google Sign Up 

Eigene E-Mail oder neue gmail-Adresse?

Will man sich bei Google registrieren, kann man einfach einen der Services aufrufen, den man im Anschluss nutzen will. Im Anschluss gelangt man dann direkt zu diesem Service, z. B. Analytics. Alternativ kann man auch direkt zur Google-Registrierung gehen.

Name und Vorname lassen sich noch ganz einfach ausfüllen (hoffen wir zumindest); aber in der zweiten Zeile kommt die erste entscheidende Frage: Soll eine neue @gmail.com Adresse erstellt werden oder eine bestehende E-Mail verwendet werden?


Gründe für eine @gmail-Adresse

Als normaler Nutzer spricht wenig dagegen, sich mit neuer @gmail zu registrieren, umso mehr wenn man noch kein eigenes E-Mail-Postfach besitzt UND die Wunschadresse noch frei ist.

Bedenken sollte man allerdings, dass man damit eine zusätzliche E-Mail-Adresse hat. Diese muss man künftig gesondert abrufen oder zumindest weiterleiten – und man muss sie zum Login bei Google verwenden. Einerseits kann man somit verschiedene Lebensbereiche separieren.


Gründe für eine bestehende E-Mail

Andererseits kann genau das lästig werden – und das ist einer der Gründe, eine bestehende Adresse zur Registrierung bei Google zu verwenden:

  • Verzettelung & Verwaltung: Wer braucht schon 20 verschiedene E-Mails? Zusätzliche Konten verursachen meist nur Aufwand ohne Nutzen. Eine bestehende E-Mail zu verwenden, bündelt die elektronische Post. Ebenso können z. B. Kundenaccounts über einen zentralen Google-Account verwaltet werden.
  • Firmen: Wer später Google My Business Einträge per Bulk-Verifizierung verwalten möchte, tut gut daran, eine E-Mail-Adresse der Firma zu verwenden – dies ist Voraussetzung für die erste Bestätigung.
  • Datenhoheit: Sollen selbst die eigenen E-Mails bei Google liegen? Gerade für Firmen eine nicht unwichtige Erwägung

Weitere Überlegungen

Alles klar, oder? Die Felder sind immerhin ziemlich selbstbeschreibend. Als Name gibt man seinen Namen ein, was denn sonst? So will es Google und tatsächlich können Fake-Namen zur Sperrung des Accounts führen – spätestens dann, wenn eine juristische Person relevant wird.

Allerdings sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der gewählte Name für andere User angezeigt wird, sei es bei Kontakten über GooglePlus oder beim Hinzufügen zu einem Analytics-Account. Ein aus Quatsch als WarlockOfWuppertal erstellter Account wird spätestens dann blöd, wenn man im professionellen Umfeld damit agiert. Geht es darum, gut gefunden zu werden? Dann bietet sich tatsächlich der Klarname (echter Name oder Künstlername) ohne Abkürzungen an.

Im Anschluss an die Konto-Erstellung sollte man die Einstellungen einmal komplett durchgehen. Denn hier kann man nicht nur sagen, was auf GooglePlus sichtbar sein soll, sondern auch gezielte Werbung deaktivieren – oder wahlweise Google sagen, welche Themen einen interessieren. Mehr zu diesem Thema auch in Wer bin ich für Google Ads? in einigen Wochen.


Wie alt muss ich für einen Google-Account sein?

Interessant sind auch die Altersbegrenzungen, die für das Erstellen eines Google Accounts gelten: In Deutschland und den meisten anderen Ländern muss man mindestens 13 Jahre alt sein, um einen Account zu erstellen. In Spanien und Südkorea sind es 14 Jahre, in den Niederlanden sogar 16.

Siehe auch: Google-Hilfe: Altersbeschränkung.


Ein Login für alle Google-Dienste

Mit dem erstellten Account kann man dann nicht nur Google+ nutzen, sondern alle Dienste von Google – mit einigen Einschränkungen. Erst ab 18 können Google Wallet, AdSense und AdWords genutzt werden. Bei diesen Diensten geht es um Geld und hier will Google sicher sein, dass der User auch berechtigt ist, Transaktionen durchzuführen. Auch auf YouTube gibt es eine Einschränkung: Videos ab 18 werden für jüngere Nutzer einfach gesperrt – verfügbar sind die Dienste aber alle im gleichen Account.

Analytics, Webmaster Tools, Documents und diverse APIs können aber unmittelbar über den einen Account genutzt werden.


Sorgen für Datenschützer

Doch gerade der Luxus dieser Zusammenführung aller Dienste unter einem Account und die Verknüpfung auf der Datenebene sorgen bei Datenschützern für Kopfschmerzen. Dies gilt umso mehr da auch alte Accounts zusammengeführt wurden und der User keine Alternative hat: Mach es mit oder hör auf, die Dienste zu nutzen.

So sehr diese Kritik gerechtfertigt ist, macht gerade dieser zentralisierte Login Google aus und sorgt für das ultimative Google Erlebnis: Man muss mich nicht in ein Dutzend verschiedene Tools einloggen, sondern nur einmal. Oft kann man verschiedene Dienste auch weiter verknüpfen und so noch effizienter nutzen.

 

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