David Hefendehl - Manager eCommerce Group der netzkern AG
Head of Online Marketing

Google Tag Manager und die Migration zu Universal Analytics

Google Tag Manager Logo

Alles fing an mit einer Aufgabe:

Uponor Global trat an uns mit der Frage heran, wie das Verwalten von Tracking-Pixeln, Tags sowie die Wartung des Google Analytics Tracking Codes vereinfacht und beschleunigt werden kann. Zusätzlich sollten Messpunkte eingebunden werden, die Uponor und netzkern während eines vorherigen KPI-Workshops gemeinsam erarbeitet hatten. Da netzkern seit kurzem für die globale Koordination der Uponor AdWords Aktivitäten verantwortlich ist, brauchten wir eine Methode, die es den jeweiligen Ländern erlauben würde, eigenständige Agenturen zu engagieren und schnell Tracking Codes und Marketing-Tags zu implementieren. Wichtig war dabei, dass dies ohne dass jedes Mal Entwicklungs- bzw. Programmieraufwand anfällt, von statten gehen sollte.


Ansatz:

Es war klar, dass eine leicht zu bedienende Tag-Management-Solution her musste. Da wir bisher gute Erfahrungen mit dem Google Tag Manager (GTM) gemacht hatten, entschieden wir uns diesen auch hier einzusetzen. Der GTM erlaubt es uns, schnell alle benötigten Tags zu implementieren und durch inzwischen vorhandene Erweiterungen, wie z.B. ClickListening, viel tiefgreifender Einsichten zu bekommen, wie die User die Seite benutzen und wie wir die User Experience verbessern können.


Umsetzung:

Nachdem die Entscheidung für den GTM gefallen war, planten wir den Umzug von der Google Analytics Standard Implementation zu Google Universal Analytics und der Auslieferung der Tags durch den GTM. Es stellte sich schnell heraus, dass das größte Problem nicht die Auslieferung oder das Entfernen von Google Analytics war, sondern der HTML-Code. Für das Click-Tracking war es unabdingbar, dass alle Elemente eindeutige IDs bekommen und diese waren schlicht nicht immer vorhanden. Zusätzlich gab es noch „AddThis“, das zurzeit nur mit der „alten“ Standard-Implementation von Google Analytics funktioniert, aber nicht mit Universal Analytics. Dazu hatten wir „Danke-Seiten“, die nicht auf eigenen URLs erreichbar waren.
Die IDs waren schnell vergeben, da unser Online Marketing KPI-Workshop genau definiert hatte, welche Elemente wir betrachten wollen. Für „AddThis“ gab es eine einfache Lösung (Das alte _gaq Objekt einfach initialisieren) und die Danke-Seiten haben wir über den Code-Behind direkt in die Google Analytics API eingebunden.


Ergebnis:

Nach einer Woche war der komplette Code für Uponor Weltweit auf dem neuesten Stand. Das Deployment von Tracking-Codes für die einzelnen Länder braucht nur noch Minuten, anstatt Stunden und Uponor bekommt KPI-gebundene Reportings, die wir automatisch mit Daten befüllen können.  Durch asynchrones Laden aller Tags im Google Tag Manager wurde zusätzlich die Seitenladezeit um 21% gesenkt, was der User Experience massiv entgegenkommt.
Sollten Sie auch Interesse an einer Migration zu Universal Analytics haben, oder Sie gerne mal mit uns über Ihre Webseite und das „Tagging-Chaos“ sprechen möchten, schreiben oder rufen Sie uns doch einfach an.


Eine kurze Checkliste

 Liste alle _gaq Vorkommnisse im Code und klassifiziere diese in:
• Page Tracking
• Event Tracking
• Conversion Tracking
• Custom Tracking
Liste alle Marketing Pixel und deren Parameter. Klassifiziere die Parameter in 
• statische (z.B. AffiliateID) 
• dynamische Parameter (Transaktionsvolumen)


Nutze eine Namenskonvention für Tags, Rules und Makros, die auch die Kollegen verstehen. Wir nutzen zum Beispiel "getXYZ" oder "setXYZ" in Makros. Rules heißen meistens "fireOnXYZ".

Setze ein Extra-Profil in Google Analytics auf, um Daten vorab durchzutesten. Setze es direkt als Universal Analytics Profil auf.
Nutze den dataLayer wenn nötig - nicht wenn möglich. Hart eingebaute dataLayer-Variablen sollten (soweit möglich) vermieden werden. Beim Content-Grouping ist dies aber z.B. nicht möglich, da diese Info direkt vorhanden sein muss.
Belasse den Container so lange in Preview-/Debug-Modus bis alle Tests erfolgreich sind. Erst dann sollte die erste Version publiziert werden.

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