HaikoFalk
Software Engineer

Das Google-Universum 12/16: Wer bin ich für Google Ads

wer bin ich? Larry Page

Eine AdWords Kampagne, die gut geplant ist, wird nur für ein klar definiertes Publikum angezeigt. Lydia hat uns das in ihrem letzten Beitrag bereits erzählt. Keywords und deren Kombination, Herkunft, Alter, Interessen,... all das kann darüber entscheiden, ob man eine bestimmte Werbung sieht, oder eben nicht. Denn derjenige, der die Werbung schaltet muss ja teilweise für jede Einblendung bzw. jedem Klick zahlen, und dieses Geld soll möglichst gut angelegt sein. Werbung für Damenschuhe machen nun einmal bei einem Mann weniger Sinn, als bei einer Frau und wenn die Schuhe von einer Marke sind, die sich selber als jung und dynamisch sieht, sollte die Frau vielleicht auch unter 40 sein?

Wie Google mich durchleuchtet

Google erstellt von jedem Nutzer ein Profil, basierend auf dem Surfverhalten, aus dem Interessen genauso abgeleitet werden wie Alter, Sprache oder Geschlecht. Suche ich oft nach Filmen, habe ich wohl Interesse daran. Der Besuch auf einschlägigen Seiten wie imdb.com wird diesen Verdacht bestärken. Suche ich nur nach Kinderfilmen wird es interessant, entweder bin ich sehr jung, oder informiere mich über Filme für meine Kinder. Das gibt Aufschluss über mein mögliches Alter. Wie das genau funktioniert ist höchst spekulativ, was dabei herauskommt kann man hier sehen: https://www.google.com/ads/preferences/

Wenn ich das nicht will?

Zunächst einmal kann man sich bei Google auch ausloggen. Geht bei Facebook und allen anderen werbetreibenden Netzwerken auch. Dann bietet Google selbst gewisse Einstellungen an. Man kann seine Web&App Aktivitäten deaktivieren, wodurch einem aber auch die bereits erwähnte History nicht mehr gefüllt wird. Nach jedem Seitenbesuch die Cookies löschen ist ebenfalls nicht verkehrt. Viele Browser bieten einem dazu einen Privaten Modus. Dann sollte man in den Eistellungen des Browsers „Do Not Track“ aktivieren, was den Browser veranlasst den Webseiten mitzuteilen, das man nicht verfolgt werden möchte. Letztlich lassen sich aber die Möglichkeiten hier nur anreißen. Wer absolut gar nichts über sich preisgeben will, darf meiner Meinung nach nicht ins Internet, sollte kein Telefon haben und am besten im Wald wohnen. Und selbst da wird man gefunden.

Beim nächsten #googleTuesday beantwortet Lydia die Frage warum der Himmel zukünftig von Balloons bevölkert sein wird. Auch über andere Hardware von Google wird sie schreiben.

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