Lydia Einenkel
Online Marketing Manager

Das Google Universum 3/16: Google Software für Jedermann

Google Produkte

In diesem Teil der Reihe über das Google-Universum geht es um das vielfältige Softwareangebot von Google. Die Programme sind teilweise miteinander verknüpft und unter einem Zugang, dem Google Konto, erreichbar (hierunter fallen beispielsweise Google Mail und Google Drive). Für einige der nachgenannten Funktionen wird allerdings kein Google Konto benötigt (dies gilt zum Beispiel für Google Books oder Google News). Alle diese Programme sind über „xx.google.com“ zu erreichen. So wird Google Translate abgerufen, indem der Nutzer „translate.google.com“ als URL eingibt, für das Mailprogramm lautet der Befehl entsprechend mail.google.com, etc. In ihrer Basisfunktion sind die Programme ausnahmslos kostenfrei.

Die wichtigsten Anwendungen als exemplarische Aufzählung in dieser Kategorie sind:

  1. Google Translate
  2. Google Mail
  3. Google Drive
  4. Google Maps
  5. Google Videos
  6. Google Books
  7. Google News
  8. Google Scholar
  9. Google+
  10. Google Wallet
  11. Google Shopping

Außerdem stehen dem Nutzer noch die Programme Google Earth und Chrome zur Verfügung. Diese fallen zwar in die Kategorie „eigenständige Programme für die alltägliche Nutzung“, unterscheiden sich aber zu den oben aufgeführten in zwei Punkten: Google Earth, ein Programm mit welchem Satellitenbilder der gesamten Erde in 3D betrachtet werden können, muss vom Nutzer aus dem Internet runtergeladen und auf der Festplatte installiert werden. Es steht nicht als online Applikation zur Verfügung. Google Chrome wiederum ist ein Browser zum Navigieren im Internet. Er steht somit in direkter Konkurrenz zu Mozilla Firefox und Microsoft Internet Explorer. Die Stärke von Chrome liegt in der übersichtlichen Bedienung und der relativ hohen Geschwindigkeit. Der sehr zuverlässige Browser ist allerdings aus datenschutzrechtlichen Gründen kritisch zu betrachten, da einige Daten an Google übertragen werden. Mittlerweile hat sich dieser Mangel allerdings etwas verbessert. So wird seit einigen Jahren nicht mehr eine dem Nutzer eindeutig zuzuordnende ID mitgesendet, wenn dieser eine Anfrage ins Eingabefeld tippt. Neben Earth und Chrome können die oben aufgeführten Programme unterteilt werden in detaillierte Filterfunktionen für die Google Suche und eigenständige Software, die nicht an die Suchfunktion von Google gekoppelt ist.

1. Filtereinstellungen in der Suche


Gibt man einen beliebigen Begriff in die Google-Suche ein, wird als Standardeinstellung eine Seite geöffnet, die Ergebnisse aus dem Web zeigt. Diese Suchergebnisseite setzt sich aus Werbeschaltungen und sogenannten organischen, also natürlichen, Suchergebnissen zusammen. De Facto sind dies zumeist Webseiten, die informieren oder verkaufen möchten. Gibt der Nutzer also beispielsweise „Online Marketing“ in das Suchfeld ein, erhält sie oder er Werbeanzeigen von Online Marketing Agenturen, aber auch einen Wikipedia Artikel, der erklärt was Online Marketing eigentlich ist und einige Blogs zu eben diesem Thema. Darüber hinaus kann der oder die Suchende aber mittels Reitern in der Anzeigenseite Kategorien wie „Bilder“, „Videos“ oder „News“ wählen. Google zeigt dann nur Bilder, die etwas mit Online Marketing zu tun haben, oder nur relevante Videos beziehungsweise Nachrichtenartikel aus verschiedenen Quellen. Klickt man auf „Maps“ werden Online Marketing Agenturen in der Nähe angezeigt. Den gegenwärtigen Ort der Suchanfrage ermittelt Google wiederum aus der IP Adresse des Suchenden. Klickt der Computernutzer nach der Sucheingabe auf „Bücher“, erhält er Anzeigen von Google Books. Einige dieser Bücher sind kostenfrei vollständig online zu lesen, bei anderen gibt es nur eine Vorschau oder keinerlei Leseberechtigung, dafür aber einen Link zu einem Onlineshop, der das entsprechende Buch verfügbar hat. Google Shopping präsentiert Produkte zum Suchbegriff mit Preis und Versandkosten sowie dem jeweiligen Shop. Bei unserer exemplarisch gewählten Eingabe macht dies allerdings nicht allzu viel Sinn, es sei denn es handelt sich um ein Marketingbuch oder ähnliches. Wer sich vollständig auf Google verlassen möchte, muss das Universum nicht verlassen und erhält alle Informationen auf einem goldenen Präsentierteller. Datenübermittlung eingeschlossen.

2. von der Google Suche unabhängige und eigenständige Programme


Hierunter fallen beispielsweise das Google Mailprogramm, die Cloudsolution Drive , Google Wallet, Google Translate, Google+ , Google Finance oder Google Maps. In dieser Kategorie wird das umfassende Netz, welches Google über das World Wide Net spannt, am deutlichsten. Als Computernutzer erhalte ich mit Google nicht nur gesuchte Informationen, ich kann diese auch gleich über das soziale Netzwerk Google+ verbreiten oder per elektronischen Brief über Google Mail an meine Freunde senden. Vielleicht hat mir der Wikipedia-Artikel gefallen, den ich auf meiner Festplatte speichern möchte. Alternativ kann ich das Dokument aber auch in dem virtuellen Speicher von Google absichern. Mit der Cloud-Solution Google Drive wird dem Anwender Serverplatz zur Verfügung gestellt, sodass alle Daten jederzeit abrufbar sind. Google schenkt jedem Internetnutzer bis zu 15 GB, was eine vergleichsweise beachtliche Größe ist. Der Preis, der tatsächlich zu zahlen ist, ist viel diffuser und wiederum im gläsernen Menschen zu sehen. Wer richtig Geld in die Hand nimmt, kann bis zu 30 TB virtuellen Speicher erwerben. Hier ist Googles Angebot wirklich galaktisch. Habe ich nun über Google Mail eine italienische Nachricht von einem Bekannten erhalten, kann ich diese mit Google Translate noch schnell übersetzen lassen und auf Google Maps schauen wo er wohnt, bevor ich mit Google Wallet noch rasch das Geschenk bezahle, was ich über Google Shopping erworben habe. Wenn ich nun nicht persönlich zu diesem Bekannten fahren möchte, kann ich auch einfach über die in Google+ integrierte Funktion namens Hangout einen Videochat starten. Bevor ich ins Bett gehe, werfe ich dann noch schnell einen Blick auf meine Aktien mit Google Finance. Prima. Das Leben kann komplett mit Google stattfinden. Wir leben alle in unserer künstlichen Galaxie. Wer einen anderen Weg gehen möchte, wird allerdings schnell zum Alien und hat Schwierigkeiten, mit den Bewohnern des Google Universums zu kommunizieren.

 

Nächste Woche erzählt Haiko euch in seinem post „How to google: Was hab ich denn da getan?“ wie Google eure online-Geschichte speichert und wie ihr diese einsehen könnt. Viel Spaß!

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