Linda Plantenga
Junior Online Marketing Manager

Wege zu einem integrierten Digital Plan


Immer mehr Unternehmen springen auf den schnell fahrenden Zug der Online-Werbung auf. Denn die digitale Welt wird immer größer und eine Präsenz innerhalb dieser immer unablässiger. Sei es eine Unternehmensseite auf Facebook oder Anzeigen in den ersten Rängen der Suchmaschinen wie Google und Co. Wenn wir davon sprechen eine Online Marketing Strategie zu entwickeln stellt sich aber zunächst einmal die Frage, wie soll ich überhaupt anfangen? Denn mal ehrlich, die digitale Marketingwelt ist riesig und teils auch ganz schön unübersichtlich. Ein strukturiertes Vorgehen ist daher besonders wichtig.


Schritt 1: Das Ziel

Zunächst einmal muss klar sein, was ich mit einem digitalen Plan überhaupt erreichen möchte. Vielleicht soll die Brand Awareness meines Unternehmens gesteigert, mehr Leads generiert oder doch eher eine stärkere Kundenbindung aufgebaut werden. Ein besonders beliebtes und auch effektives Hilfsmittel bei der Zieldefinition ist die Nutzung von Umweltanalysen (PESTLE) sowie eine darauffolgende Positionsbestimmung des eigenen Unternehmens (SWOT). Dadurch lässt sich die aktuelle Situation des eigenen Unternehmens durch innere und auch äußere Einflüsse sehr genau definieren.

Umweltanalyse PESTLE und SWOT Analyse

Schritt 2: Die Zielgruppe

Wen möchte ich eigentlich ansprechen? Natürlich die Personen für die mein Unternehmen bzw. meine angebotenen Produkte oder Dienstleistungen interessant sind. Aber wer sind die denn nun? Anhand gesammelter Daten ist es möglich bestimmte soziodemografische und auch psychografische Merkmale zu identifizieren die besonders häufig innerhalb der eigenen Kundschaft auftreten. Sammeln Sie diese Merkmale und brechen. Durch das Sammeln dieser Merkmale ist es möglich, die breit aufgestellte Zielgruppe auf eine handvoll Prototypen, sogenannte „Personas“ herunterzubrechen.

Personas

Was macht diese Personas aus? Zum Beispiel ihr Kauf- und auch Surfverhalten. Aber auch Merkmale wie Geschlecht, Alter, Einkommen, Familienstand, Beruf und Hobbies helfen dabei das Verhalten Ihrer Zielgruppe nachzuvollziehen.


Schritt 3: Die Marktpositionierung

Und damit wären wir auch schon bei Punkt 3. Der Markt ist groß, die Konkurrenz ebenfalls und sie wächst stetig - was das richtige Seeding immer wichtiger aber gleichzeitig auch schwieriger macht. Denn auch die Zahl der nutzbaren Channels ist groß und jeder Channel nutzt eine andere Ansprache und bedient unterschiedliche Interessen. So stehen Blogs meist für informierende, Social Media Kanäle eher für unterhaltende Inhalte. Die Form meiner Ansprache muss also auf die einzelnen Kanäle abgestimmt sein.

Ein Tipp am Rande: Nutzen Sie mehr als nur einen Kanal um Traffic auf Ihre Website zu holen. So stellen Sie sicher, dass Sie bei ungewolltem Wegfall einer Ihrer Kanäle nicht plötzlich den Großteil Ihres Traffics verlieren.

Bei der Definition der Marktposition ist es besonders wichtig, dass man der eigenen Corporate Identity immer treu bleibt, also dem Selbstbild des Unternehmens das sowohl nach innen (Mitarbeiter) als auch nach außen (Öffentlichkeit) kommuniziert wird.


Schritt 4: Das Timing

Gerade zu Beginn sollte eine Art Timetable erstellt werden, um festzuhalten welche Inhalte wann auf welchem Kanal veröffentlich werden sollen. Dabei sollte auch auf äußere Einflüsse wie Ferien, Feiertage und Events eingegangen werden. So kann beispielsweise für Social Media Kanäle festgelegt werden, wie viele Social Posts pro Woche ausgespielt werden sollen um hier für eine gewisse Regelmäßigkeit zu sorgen. Denn nichts ist schlimmer als ein Blog oder Social Media Konto das mit der Zeit „einschläft“. Und auch Trends sollten unbedingt genutzt werden! Sie sind nicht absehbar, vielmehr erscheinen sie des öfteren aus dem Nichts. Aber wenn sich die Möglichkeit bietet die eigenen Produkte im Windschatten mitwirken zu lassen warum dann drauf verzichten?

Oktoberfest und Dirndl bei Google Trends

Schritt 5: Der Content

Zu guter Letzt geht es darum, die passenden Inhalte zu produzieren. Wer sich bereits mit Digitalen Strategien befasst hat weiß, Content Marketing ist nach wie vor immens wichtig und daran wird sich auch nichts ändern. Im Gegenteil, wer neben der Konkurrenz überzeugen möchte sollte sich darauf konzentrieren sowohl informierende, beratende als auch unterhaltende Inhalte zur Verfügung zu stellen die den Nutzern einen Mehrwert bieten. Hierfür bietet sich eine Mischung aus verschiedenen Content-Formen wie beispielsweise Blogs, Testberichten, Videos und mehr an.


Schritt 6: Die Datenauswertung

Es ist geschafft. In Wochen- ach was, in monatelanger schweißtreibender Arbeit haben Sie eine Kampagne auf die Beine gestellt die vor Hirnschmalz, investierter Zeit und auch Budget nur so strotzt. Doch ob das ganze nun als Erfolg oder doch eher Misserfolg abgehakt werden kann zeigt sich erst nach der abschließenden Datenauswertung. Bei dieser Auswertung helfen besonders die KPIs die sich aus den in Schritt 1 definierten Zielen ableiten lassen. Denn nur durch eine genaue Datenauswertung wird klar, welche Faktoren einen positiven Effekt hatten und bei weiteren Kampagnen erneut zum Einsatz kommen sollten und welche Komponenten ein totaler Schuss in den Ofen waren. Also durchziehen, lernen und dann das ganze nochmal von vorne.


Übrigens...

Mal ein Beispiel dafür, was eine gut ausgearbeitete digitale Strategie alles bewirken kann.

Sie kennen doch sicherlich Felix Baumgartner? Klar, der Typ der vor ein paar Jahren den Stratosphärensprung unter dem Sponsoring von Red Bull durchgezogen hat.

Aber sagt Ihnen eigentlich auch der Name Alan Eustace etwas? Nein? Komisch! Dabei ist er doch nicht nur ehemaliger Senior Vice President von Google, sondern hat auch ganz nebenbei den von Felix Baumgartner aufgestellten Rekord von 36,402 Metern nach nur zwei jährigem Bestehen mit 41,420 Metern deutlich geschlagen. Doch trotz größerer Bekanntheit und auch besserer Performance hat Alan Eustace bei weitem nicht so viel Aufmerksamkeit für seinen Stratosphären Sprung erhalten wie sein Vorgänger Felix Baumgartner – eben alles eine Frage des richtigen Marketings.

Fallschirmsprung aus der Stratosphäre

Wenn auch Sie hoch hinaus wollen und dabei noch etwas Starthilfe benötigen wenden Sie sich gerne an unser Online Marketing Team.



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