Recap zur MOBX Conference 2016


Die MOBX Conference ist Europe‘s Premier Mobile UX Summit und findet seit 2011 jährlich in Berlin statt. Das Summit bietet eine klassische Veranstaltungs-Struktur mit Workshop-Tagen sowie einem Konferenz-Tag. Digitale Leidenschaft setzt immer auch eine gute Mobile Experience voraus. Dabei zu sein war für uns also selbstverständlich!

Bereits an der Referenten-Liste war unschwer zu erkennen, dass „Europe“ etwas untertrieben ist – denn auch aus Übersee waren Referenten angereist. Insgesamt elf Vortragende haben sich vorbereitet und teilweise sehr unterhaltsame Vorträge gehalten. Einige Referenten profitieren dabei von einem breiten Spektrum beruflicher Erfahrungen und Präsentations-Skills aber auch von persönlichem Humor.

In der Gesamtheit aller Inhalte wurde jedoch entgegen der Erwartung nur wenig konkret über Herausforderungen, Lösungen und Lösungswege zum Erreichen „echter“ mobiler Nutzererlebnisse gesprochen. Große Ausnahme war James Archer: Mit einer Motivatoren-Matrix und einfachen Smartphone-Screenshots zeigte er uns, wie unterschiedliche Hebel, eine App zu nutzen, gestaltet werden können. Außerdem zeigte er, durch welche Mittel diese Hebel erreicht werden.

 

 

Interessant in der Thematik waren auch die Erläuterungen zu den Big Screens von Thorsten Jonas, sowie die Erfahrungen im Prozess- und Projekt-Management von Dorit Mielke (Stichwort: Atomic Design) und von Wolf Brüning (Stichwort: Agile/Design Thinking).

Weit abstrakter waren da Paola Mariselli, Martin Wezowski und Andreas Wegner. Die zugrundeliegenden Ideen, die diese Referenten hatten, waren zwar spannend (Empathie, digitale Zukunft und digitale Verantwortung), aber weniger konkret anwendbar für den Arbeitsalltag. Zumindest die letztgenannten haben eher zu einem Perspektiv-Wechsel aufgefordert, die digitale Welt zu betrachten.

Einen ebenfalls interessanten Vortrag hat Kim Goodwin aus den USA gehalten. Sie erläuterte die Herausforderungen, eine gesamtheitliche Experience zu erreichen. Dazu betrachtete sie die anfänglich einfache Aufgabe, auf einem re-designten Portal online einen Flug zu buchen und die schlussendlichen Probleme im Service beim Flug selbst. Die Versprechungen, die gemacht werden, müssen auch gehalten werden und das muss auch das Design widerspiegeln: Die Oberfläche (das Design) muss dem Inhalt (dem Produkt) gerecht werden - und umgekehrt!

Viele interessante Einblicke und Themen bot uns die MOBX Conference. Was wir jedoch vermisst haben: Die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Leider war die Zeit etwas knapp, weshalb Referenten und Referentinnen nur ihre eingeplante Zeit nutzen konnten. Themen-Slots hätten dies verhindern und die Gäste hätten ihre Interessensschwerpunkte besser setzen können.

Leider gar nicht thematisiert bzw. präsentiert wurden beispielsweise Zahlen aus dem Bereich Conversion oder Erkenntnisse aus qualitativen Nutzertests und sich daraus ergebende und adaptierbare Indizien, die auf kurz- oder langfristige Erfolge und Misserfolge hinweisen.

Die Organisation und Freundlichkeit ließ hingegen nichts zu wünschen übrig – auch das sollte erwähnt werden! Damit war dies sicherlich nicht unser letzter Besuch bei der MOBX.

Hier seht ihr alle Referenten auf einen Blick: http://2016.mobxcon.com sowie den MOBX Twitter Account: https://twitter.com/mobxcon


 

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