Senior Software-Entwickler, netzkern Technology Evangelist

nk.UniversityDay Nr. 5


Am vergangenen Freitag fand zum fünften Mal unser nk.UniversityDay statt. Der nk.UniversityDay ist eine netzkern interne Weiterbildungsveranstaltung, um uns gegenseitig über die neusten Entwicklungen zu informieren oder Techniken aus den letzten Projekten vorzustellen, damit alle davon profitieren können. Der erste UniversityDay fing noch mit dem Gedanken an möglichst viele verschiedene Themen an einem Tag zu präsentieren, was sich dann leider etwas in Zeitknappheit und Chaos äußerte. Mittlerweile haben wir einen guten Weg gefunden Interessantes, das auch mal über den Tellerrand schaut, mit dem Projektbezogenen zu vereinen.

Schauen wir dafür einmal auf die Agenda des vergangenen UniversityDays. Nach einer Keynote durch unsere beiden Geschäftsführer, die uns auf den aktuellen Stand der Entwicklung und geplanter Projekte gebracht haben, ging es dann weiter mit Sitecore Rocks. Sitecore Rocks ist eine Erweiterung für das Visual Studio oder als Standalone Version verfügbar, die den Entwicklern durch optimierte Werkzeuge das Arbeiten mit Sitecore, neben der sowieso großartigen Usability ;-D, noch weiter erleichtert. So haben sich Chris und Eric mit dem Thema auseinandergesetzt, um das bereits vorhandene Halbwissen auf einen gesunden Grad zu erweitern. Da Sitecore Rocks kostenlos ist, können wir dies nur jedem Entwickler, der mit Sitecore arbeitet ans Herz legen.

Einer der Hauptgründe für das gewählte Datum des UniversityDays war übrigens die Nähe zu den //Build und TechEd Konferenzen. So konnten wir noch ganz druckfrisch von den Neuigkeiten berichten. Eines der Themen, welches Microsoft dort sehr betont hat, war die Zusammenarbeit mit Xamarin. Diese bieten eine Lösung für die Entwicklung von Apps auf Basis von C# an. Lara zeigte uns nun also was es denn genau damit auf sich hat, sowie die Vergleiche zum Konkurrenten PhoneGap, welcher eher auf HTML, CSS und JavaScript setzt. 


Weil es nach drei Vorträgen, die jeweils eine Stunde dauerten, nun langsam Zeit für das Mittagessen wurde, freuten sich alle über die zubereiteten Speisen, die David mit weiteren Freiwilligen während des Morgens zubereitet hatte. Die Art der Speisen war asiatisch. Nähere Details wurden bis zum Mittagessen nur den Teilnehmern der Veranstaltung mitgeteilt. Um auch in dieser Richtung die Kreativität der Kernkräfte anzuregen, gab es danach die Rezepte der drei zur Auswahl stehenden Gerichte.

Die Pause nutzten dann Russlan und Philip, um unsere nächste Coding4Fun Challenge anzukündigen: Robocode ... aber davon in einem anderen Bericht mehr ;-).
Nach dem Mittag ging es schließlich mit zwei parallelen Veranstaltungen weiter. Während die Entwickler sich großteils zu mir in den Workspace gesellten, um Neuigkeiten über .NET und Informationen zu Roslyn (dem neuen .NET Compiler) zu frönen, demonstrierte Daniel höchstpersönlich die neu errungene Beamer-/Schreibtafel namens Nice, die uns in Zukunft bei Meetings helfen soll. Neben der Fähigkeit die, mit Hilfe eines speziellen Stiftes, digitalisierten Versionen der Mitschriften zu versenden, ist der dahinter befindliche Rechner auch in der Lage Wandbilder temporär abzulegen und bei einem späteren Meeting wieder hervorzuholen, ohne dass man sich über weggewischte Wände ärgern muss. 

Nachdem Daniels und mein Vortrag eher informativer Natur waren, wurde es noch einmal ... äh... zweimal ... sehr technisch. Als erstes stellte Russlan AngularJS vor. Während Angular zwar bereits in dem einen oder anderen Projekt als Randtechnik verwendet wurde, hatten wir nun frisch erst die Chance einmal alles auszuprobieren, was es denn so kann und auch seine Grenzen auszutesten. Die bereits sehr gut vorbereiteten Tutorials von Angular nahm Russlan also als Vorlage und füllte sie in seinem Vortrag mit anschaulichen Beispielen und einer Portion Erfahrung auf. Wegen der Wichtigkeit des Themas, hatten wir Russlan auch gleich mal 1,5h zugeteilt, die er doch glatt noch mit einem Bonuspunkt überziehen wollte ;-)

 

Den krönenden Abschluss bildete daraufhin Philip. Er zeigte uns Owin (das „Open Web Interface for .NET“), was streng genommen erstmal nur eine Definition ist, welche nicht viel mehr als eine Methodensignatur beinhaltet. Was aber hinter Owin steckt, ist eine Vereinheitlichung der Kommunikation mit dem Server - frei nach dem Motto: "Ich will das hier haben und das da kriegst du zurück." Warum das so bemerkenswert ist? Nun - wegen des Grundgedankens alles abzuschalten, was nicht mehr unbedingt sein muss. Der Trend geht zur Leichtfüßigkeit und so wollen auch die neuen Webframeworks sein. Dem Entwickler steht es frei hinzuzufügen, was er braucht - aber er kriegt keinen Ballast mehr ab, nach welchem er nicht gefragt hat. Dieses einfache Modell nutzt Microsoft dann auch gleich mal, um eine OAuth Implementierung mitzuliefern, die einen loginfähigen Webservice zum Anknipsen bereitstellt. Jetzt darf man natürlich nicht erwarten, dass einem damit eine auslieferungsfertige Webseite zur Verfügung gestellt wird - aber das Framework hilft bei den Fleißarbeiten, damit man sich auf die Logik dahinter konzentrieren kann.
Alles in allem war es ein rundum gelungener Tag, der viele neue Erkenntnisse und Denkanstöße für die nächste Zeit geliefert hat, damit wir uns den Wissensvorsprung auch in Zukunft noch auf die Fahne schreiben können.

Und zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Gruß loswerden. Denn was mich besonders erfreut hat, war die Anfrage eines befreundeten Entwicklers, ob er nicht an dem UniDay teilnehmen dürfte. In diesem Fall war die Sache zu kurzfristig, um das für ihn noch zu organisieren - aber vielleicht sehen wir uns ja bald mal in einem öffentlich zugänglichen Weiterbildungstag bei uns oder auf einer der lokalen Konferenzen (kleine Werbung hier übrigens für die NRWConf).

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