Jegan Thillainadarajan
Junior Projektmanager

Pokerabend im kern-Casino

kernpoker

18 Spieler, zwei Tische und ein Ziel - der große Jackpot. Zum ersten Mal hieß es im neuen Büro: „Let's play poker“. Letzten Freitag wurde der Kern für eine Nacht zu einem Las Vegas-Casino. Das Ambiente, mit echten Poker-Tischen und Casino-Jetons, rundete das Auftreten der Spieler mit Hemd, Krawatte und Abendkleid ab.

Pünktlich um 19 Uhr wurde das Spiel in der Variante Texas Hold 'em gestartet. Bei dieser Art von Poker werden jedem Spieler zwei Karten vor Beginn der Setz-Runde zugeteilt. Anschließend findet die erste Setz-Runde statt. Beim sogenannten Pre-Flop muss jeder Spieler, der an der Runde teilnehmen will, mindestens den „blind“ setzen. Dieser steigt alle 20 min an, bis das Spiel beendet ist. Nach dem Pre-Flop folgt der Flop. Dabei werden drei Karten vom Stapel aufgedeckt. Danach folgt der Turn und zuletzt der River. Dabei wird dann jeweils eine Karte vom Stapel aufgedeckt. Wer am Ende aus den zwei Karten auf der Hand und den fünf Karten auf dem Tisch das höchste Blatt bilden kann, gewinnt den Pot.

Man kann Poker in zwei Modi spielen: Cash-Game oder Turnier. Beim Cash-Game spielt man mit echtem Geld, wobei die Jetons den genauen Gegenwert darstellen. Das Spiel hat keinen festen Anfang bzw. Ende, da man jederzeit ein- bzw. aussteigen kann. Beim Turnier-Modus gibt es dahingegen einen definierten Anfang und ein festgelegtes Ende. Angefangen wird zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Spiel endet, wenn nur noch ein Spieler übrig bleibt. Im Gegensatz zu Cash-Game spielt man beim Turnier nach dem K.o. Prinzip. Hat man seinen Stack verspielt, ist der Spieler raus. Um dem frühen Knock out entgegen zu wirken, werden bei vielen Turnieren Re-Buys angeboten. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt kann man sich wieder einkaufen, falls man seinen Stack verspielt hat. Beim KernPoker wurde ein zweimaliger Re-Buy bis zur vierten Blindstufe genehmigt. Die KernPoker-Gruppe hat sich anfangs auf zwei Tische verteilt. Wegen der hohen Teilnehmerzahl war dies dringend nötig.

Mit der Gewissheit, dass der k.o. durch ein Re-Buy aufgeschoben werden kann, ging es bereits in den ersten Runden heiß her. In der ersten halben Stunde wurden zwei Re-Buys fällig. Bis zum Ende der Re-Buy-Phase wurden insgesamt sechs Re-Buys getätigt. Nach 120 Minuten, also nach der vierten Blind-Stufe, waren bereits fünf Spieler ausgeschieden. Nach einer viertelstündigen Pause ging es in die spannende Phase des Turniers. Nun wurde richtig gepokert. Das zocken war vorbei. Die Hände waren geprägt von taktischen Überlegungen und Pokerface-Analysen. Entsprechend länger wurden die Runden. Um 21:30h wurde an den finalen Tisch gerufen an dem die letzten neun Spieler des Turniers zusammen um den Sieg spielten. Jetzt wurde die letzte und finale Phase des Turniers eingeläutet.

Nach anfänglicher Zurückhaltung wurde recht schnell mit harten Bandagen gespielt. All-In lag in der Luft. Die Blinds waren mittlerweile auf ein Level angestiegen, bei dem Freud und Leid Hand in Hand gehen. Jeder konnte alles verlieren, aber auch sehr viel gewinnen. So geschah es dann auch, dass Spieler mit dem Rücken zur Wand stehend wieder zurück ins Spiel gefunden haben. Natürlich zum Leid derer, die ein vermeintliches Polster aufgebaut hatten.

Nach vielen mehr oder weniger emotional gespielten Runden, schied gegen 23:30h der amtierende KernPoker-Champion, Jan Steffens, als fünfter aus dem Turnier aus. Somit hieß es Bubble-Boy/Girl Time. Das bedeutet, dass nur noch ein Spieler ausscheiden muss, bis die Preisränge erreicht sind. In der Regel sind es 10 % der Teilnehmer. Wir haben uns jedoch auf die ersten drei Ränge geeinigt.

 

Bubble-Girl wurde zur großen Überraschung Lydia Einenkel. Überraschend deshalb, weil Lydia niemals zuvor Poker gespielt hat und mit einem Spickzettel von Runde eins an gespielt hat. Nachdem Lydia ausgeschieden war, ging es Schlag auf Schlag. Thomas Golatta war zufrieden mit seiner Leistung und wollte unbedingt noch Starcraft spielen, weshalb sein Stack dann auch sehr Locker saß. Für mich und Torge Hundsdörfer hieß es in diesem Moment, auf die richtigen Karten zu warten. Somit wurde Thomas Dritter. Mittlerweile war es auch schon Mitternacht. Aus diesem Grund haben Torge und ich uns auf das Teilen der Preise geeinigt. In drei offenen Runden haben wir den Sieger ermittelt. Dass ausgerechnet ich als Organisator das Turnier gewann, wirft verständlicherweise Fragen auf, aber ich versichere die gezinkten Karten dieses mal nicht benutzt zu haben ;)

Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend, der sicher bald wiederholt wird.

 

Bis zum nächsten Mal

Euer Jegan

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