Senior Software-Entwickler, netzkern Technology Evangelist

Spieleabende im Kern


Es ist kurz vor sechs. Einige Kollegen sind schon in den Feierabend entschwunden und plötzlich nähert sich der Chef! Ein fragender Blick… Chef: „Könntest du mir wohl bei meinen technischen Problemen helfen?“ – Während hier wohl der ein oder andere leicht leidend dreinschauen würde, ist das bei uns ein Grund zum Lächeln, denn eigentlich könnte er genauso gut „Ründchen“ rufen – ist nur nicht ganz so offensichtlich ;-D. Starcraft 2 spielen gehört mittlerweile zur regelmäßigen Planung. Nur mal ein Ründchen oder zwei – einfach um den Abend ausklingen zu lassen und nach dem Tag abzuschalten (oder sich auf die zweite Hälfte vorzubereiten ;-D).

 

Vor einigen Monaten wurde die Starcraft Phase eine Weile durch gemeinsames Klötzchen-Hacken in Minecraft „Feed the beast“ (FTB) unterbrochen. Der Andrang war hier nicht so groß, aber 5-6 Leute haben gemeinsam geholfen, ein gemütliches Heim zu erschaffen und die neuen Techniken der Erweiterungen zu erforschen. Mir persönlich hat diese Zeit gebracht, dass ich FTB bis heute noch immer mal wieder mit meinem Sohn spiele. Vereinzelte Spieler der alten Schule sind noch aktiv bei „World of Warcraft“, denn auch dieses bereits mehrfach totgeglaubte Spiel hat mit der aktuellen Erweiterung mal eben wieder 600.000 neue Abonnenten (zurück-)gewonnen. Und auch der Oldie „Counter Strike“ (immerhin in der ersten Version bereits 1999 erschienen) ist in der aktuellsten Version „Global Offensive“ immer noch heiß begehrt.

Einige Spiele ziehen genug Spieler an, dass wir mehrere Teams bilden können, so dass es für Turniere reicht. Starcraft kommt dabei eher strukturiert daher. Kleine Teams, die teilweise vorher schon die Gelegenheit zum gemeinsamen Training hatten – und mit Ablaufplan, bis dann schlussendlich ein Sieger oder ein Siegerteam feststeht.

 

 

Counter-Strike Abende sind da etwas dynamischer. Erst vergangenen Freitag artete die Planung in ein lustiges zehn gegen zehn aus. Dabei ist es ein großer Vorteil, dass die Anzahl der Kollegen wächst. Bei weit über 50 Mitarbeitern ist die Chance, Freunde eines bestimmten Spiels zu finden, recht groß und man kriegt anständige Teams zusammen.


 

Eines der Teams saß beim vergangenen CS:GO-Turnier im Workspace, ein anderes hatte sich im Erdgeschoss zusammengefunden und ein paar vereinzelte Spieler saßen noch an der hinteren Fensterseite (rechts im Bild).
Es muss aber auch gar nicht immer Turnier-Charakter aufkommen, um sich gemeinsam in einem Raum zu tummeln. Vor kurzem wurde über das Charity-Projekt „Humble Bundle“ das Spiel „Artemis“ verkauft. Humble Bundle ist eine Plattform, die in regelmäßigen Abständen Spiele veröffentlicht, bei denen man frei wählen kann, was man bezahlen möchte und wie dieses Geld dann verteilt werden soll (zwischen HB, Charity-Organisationen und Hersteller). Artemis ist ein Simulator einer Raumschiff-Brücke. Captain, Steuermann, Maschinenraum und was noch alles dazugehört. Jeder übernimmt eine Rolle.

Das klingt nicht nur nerdig – das ist es auch! Aber es macht verdammt viel Spaß sich mit den anderen gemeinsam um sein Raumschiff zu kümmern.

Bisher haben wir nur ausprobiert ein einzelnes Schiff zu steuern, aber auch mehrere Schiffe, die untereinander Kämpfen sind möglich und so wollen sich demnächst genug Spieler zusammenfinden, um wenigstens zwei Schiffe zu bestücken.
Lediglich der Wunsch einzelner dabei Uniformen zu tragen hat dann doch die Nerd-Grenzen überschritten ;-D.
Und so wächst und gedeiht die Spiele-Kultur bei netzkern – auf dass wir noch viele schöne gemeinsame Abende haben werden. Und ich freu mich schon auf die ersten Taktik Besprechungen an der NiCE-Wall, wenn Rainbow Six: Siege demnächst rauskommt ;-D.

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