Nico Zorn
Online Marketing Manager

SEO-Ziele: Umsatz generieren, Supportkosten sparen


Bereits zuvor sprach ich über den Sinn, sich die Ziele von SEO bewusst zu machen. Die damals vorgestellten Ziele (Präsenz auf Suchmaschinen, Konkurrenzverdrängung, Traffic) sind aber nicht die einzigen – und häufig nur Zwischenziele. Heute möchte ich zwei weitere Ziele vorstellen.

Kundenzufriedenheit

Es müssen nicht immer Neukunden sein; auch Bestandskunden können sinnvoll mit Google erreicht werden. Etablieren Sie beispielsweise gute Supportseiten und veröffentlichen Artikel zu häufigen Problemen, erreichen sie mehrere Dinge auf einmal: 1. Ihre Kunden finden die Lösung bei Ihnen (und nicht bei der Konkurrenz); 2. Ihre Kunden sind glücklich, da sie eine schnelle Lösung bekommen; 3. Sie senken die Kosten für telefonischen Support, da Ihre Kunden bereits über die Website erfolgreich sind. Das nehmen auch Kunden als Erfolg wahr – im Gegensatz zu einer Warteschleife. Als Resultat sorgt ein guter Supportbereich für höhere Loyalität. Richtig angepackt kann er gleichzeitig Neukunden generieren – denn auch diese sehen Ihre Lösungen.

Wermutstropfen: Die Messbarkeit ist nur schwer mit Standardmetriken und –reports zu erreichen. Anpassungen oder individuelle Berechnungen sind notwendig.

Ziele/KPIs:

  • Loyalität: Impressionen/Klicks von Bestandskunden
  • Einsparung im aktiven Telefon-Support
  • Site Search-Verhalten (Folgesuchen, Direktabsprünge …)

E-Commerce: Umsatz und Leads

Das vielleicht geradlinigste Ziel: Der Besucher soll sich für ein Event registrieren oder ein Produkt kaufen. Das Erreichen lässt sich genau messen. Das funktioniert allerdings nicht für jeden Besucher. Viele sind nicht bereit, direkt zu kaufen, sondern befinden sich in der Informationsphase.

Auch hier kann SEO wertvoll sein, um initial auf die eigenen Leistungen aufmerksam zu machen; die Attribution erfolgt aber häufig zu einem anderen Kanal. Zu Unrecht – denn gerade bei komplexen Produkten kauft der Kunde selten beim ersten Besuch; bei geringen Preisen ist dies wahrscheinlicher.

Ein Gegenwert lässt sich vergleichsweise gut ermitteln: einerseits durch den Vergleich mit AdWords-Kosten für die Klicks und andererseits durch erzielten Umsatz und ROI.

Ziel / KPIs:

  • Umsatz mit Organischer Suche
  • Umsatz mit bestimmten Keywords
  • ROI mit Organischer Suche

Komplexe oder einfache Ziele?

Man könnte die Ziele der Suchmaschinenoptimierung noch granularer oder allgemeiner fassen. Dies mündet aber schnell in die Frage nach granularer oder allgemeiner Auswertung – und wie diese genutzt wird.

Komplexe Analysen sind aufwendiger und zeitintensiver. Sie lohnen sich nur dann, wenn aus den Daten entsprechende Handlungen entstehen. Ein regelmäßiges, komplexes und individuelles Reporting mit Analyse kann dann maßgeblich zur Optimierung der Firmenziele beitragen. Dies ist auch eine Frage der Unternehmenskultur: Viele Firmen sind noch nicht bei datenzentrischen Entscheidungen angelangt. Außerdem ist es eine Frage der Ressourcen, gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. In diesem Fall sind generelle Übersichtsmetriken mit den wichtigsten KPIs sinnvoller als Details – zumal SEO dann oft eine Mischkalkulation aus mehreren der obigen Ziele wird.

Gerne hilft netzkern Ihnen nicht nur bei der Suchmaschinenoptimierung, sondern auch dabei eine Analytics-Lösung aufzusetzen und ein auf Ihre Ziele abgestimmtes Reporting zu entwickeln.

Kommentare
Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Eintrag geschrieben.
Kommentar hinzufügen
Vor und Zuname
E-Mail
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Mein Kommentar